Sonntag, 22. Juni 2008

Thomaskirche, Thomasshop und Johann Sebastian Bach

In den besten Händen waren gestern Abend um 20 Uhr die Besucher der Thomaskirche, wenn sie denn eine Karte erworben hatten. Es gab große klassische Musik mit dem Thomanerchor unter Leitung des amtierenden Thomaskantor Georg Christoph Biller.

Ein Stück historisches Flair weht wohl noch heute rund um den Thomaskirchhof und die Thomaskriche in Leipzig. Flanieren und genießen standen bei sommerlichen Werten um die 25 Grad im Vordergrund.

Gegenüber von Hugendubel im improvisierten Bachfoyer gingen die letzten Karten über die Theke und der "Nachwuchs" spielte derweil auf der Geige "Summ, summ, summ Bienchen summ herum" .

Im lässigen Spazierschritt am Brunnen vorbei bewegt man sich praktisch direkt auf die Thomaskirche zu. Und auch dort wurde das musikverwöhnte Publikum mit Violine bespielt. Ein Blick in den Museumsshop offenbart und bestätigt, dass Bach mit der Zeit geht.

Der Meister selbst blickt auf Hochglanz poliert vor seinem Klavier mit der Schriftrolle in der Hand gegenüber direkt aufs Bachstübl wo sich eine Vielzahl von Menschen den nachmittäglichen Kaffee schmecken lassen.

Die Türen der Thomaskirche waren weitgeöffnet und luden die neugierigen zum Besuch ein.


Prachtvoll gestaltet sich der Innenraum mit der Kanzlei und in der 2. Etage die beiden Orgeln. Die Konzertvorbereitungen waren schon getroffen. Es hingen Mirkrofone vom Deckengewölbe nach unten und man konnte deutlich die Notenständer für die Interpreten erkennen.










Bach hat in unserer Zeit viele Gesichter. Und während man in Ehrfurcht und Stille in den historischen Mauern der Kirche versinkt, betreibt man auf der anderen Straßenseite gar weltlichen Handel mit neuzeitlichen Bachreliquien.

Im Museumsshop und im Shop der Thomaskirche wird man schnell fündig, wenn man das passende Erinnerungsstück ans Bachfest, Bach oder Leipzig sucht.


Ob Bachpfeiffen, Schiefertafeln mit echtem Schiefer vom Dach der Thomaskirche oder aber Feder, Tusche und standgemäßes Briefpapier - es gibt alles, was das Herz begehrt.